Das Erbe von Breslau: Zentraleuropäische Rabbiner in Lateinamerika

1994 feierte die jüdische Gemeinde Argentiniens die Ordination der ersten Rabbinerin in Lateinamerika, Margit Baumatz. Sie wurde 1938 in Breslau geboren, im gleichen Jahr, als in derselben Stadt das Jüdisch-Theologische Seminar, die Wiege des liberalen Judentums in Zentraleuropa, von den Nazis gesch...

Descripción completa

Detalles Bibliográficos
Autor: Feierstein, Liliana Ruth
Tipo de recurso: artículo
Estado:Versión publicada
Fecha de publicación:2016
País:Argentina
Institución:Consejo Nacional de Investigaciones Científicas y Técnicas
Repositorio:CONICET Digital (CONICET)
Idioma:alemán
OAI Identifier:oai:ri.conicet.gov.ar:11336/199779
Acceso en línea:http://hdl.handle.net/11336/199779
Access Level:acceso abierto
Palabra clave:JUDEN ZENTRALEUROPA
EMIGRATION
LATEINAMERIKA
CENTRA
https://purl.org/becyt/ford/6.1
https://purl.org/becyt/ford/6
Descripción
Sumario:1994 feierte die jüdische Gemeinde Argentiniens die Ordination der ersten Rabbinerin in Lateinamerika, Margit Baumatz. Sie wurde 1938 in Breslau geboren, im gleichen Jahr, als in derselben Stadt das Jüdisch-Theologische Seminar, die Wiege des liberalen Judentums in Zentraleuropa, von den Nazis geschlossen wurde. Lamroth Hakol, „Trotz Allem”, ist der Name der deutschsprachigen jüdischen Gemeinde im nördlichen Vorort von Buenos Aires, wo Margit Baumatz aufgewachsen ist und wo sie ihre Bat Mitzwa als eines der ersten Mädchen auf dem südamerikanischen Kontinent gefeiert hat. Paul Hirsch, der damalige Rabbiner, hatte am Breslauer Seminar studiert. Er führte die Bat Mitzwa, die Zeremonie der religiösen Volljährigkeit für Mädchen, bereits in den frühen fünfziger Jahren ein. Hirsch war einer von über zwanzig mitteleuropäischen Rabbinern und Kantoren, die zum größten Teil vor Ausbruch des Krieges in Lateinamerika angekommen waren; ein kleinerer Teil von ihnen kam nach Kriegsende als Überlebende.